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Die IFK_Akademie 2012 findet heuer unter dem Titel "Das Experiment in Wissenschaften und Künsten" vom 26. August bis 1. September 2012 in Maria Taferl (Niederösterreich) statt.
Das Experiment in Wissenschaften und Künsten
Wie kommt es zu Neuem in Wissenschaften und Künsten? Folgen ihre Innovationsleistungen einer gleichen Logik? Sind in beiden Feldern Experimente – also Anordnungen zur Produktion von Überraschungen und dem Noch-Nicht-Gedachten, dem Noch-Nicht-Wissen – von gleicher Valenz oder unterscheiden sie sich? Wenn wir wirklich von Experimenten sprechen wollen, dann müssen wir in die materiellen Kulturen von Wissenschaften und Künsten eindringen. Aber was bedeuten für die Wissenschaften und die Künste jeweils materielle Kulturen, deren bewusste Manipulationen Neues bzw. Überraschendes schaffen? Für die Naturwissenschaften hat Hans-Jörg Rheinberger einen handlungstheoretischen Zugang betont, denn mit dem „Experiment schafft sich der Forscher eine empirische Struktur, eine Umgebung, die es erlaubt, im Zustand des Nichtwissens um das Nichtwissen handlungsfähig zu werden“. Gilt das auch für die Künste? Sind auch sie „Vorkehrungen zur Erzeugung von unvorwegnehmbaren Ereignissen“ oder unterscheiden sich die Überraschungsgeneratoren der Künste von denen der Wissenschaften doch in kategorialer Weise? Lässt sich die Experimentallogik der Naturwissenschaften auf künstlerische Praktiken oder auch kulturwissenschaftliche Forschungen übertragen oder folgen letztere doch eigenen Anordnungen zur Produktion von schöpferischen Zufällen?
IFK_faculty:
Prof. Dr. Peter Berz (Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin)
Dr. Thomas Brandstetter (eicones NFS Bildkritik, Basel)
Prof. Dr. Karin Bruns (Abteilung für Medientheorien, Kunstuniversität Linz)
Prof. Tina Frank (Abteilung für Grafik-Design und Fotografie, Kunstuniversität Linz)
Prof. Dr. Michael Gamper (Deutsches Seminar, Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover)
Sektionen:
1: Zukunfts-Versuche. Futurologische Strukturen in wissenschaftlichen und literarischen Experimenten (Michael Gamper)
2: Orte und Räume des Experiments (Thomas Brandstetter)
3: Mathematik und Experiment. Mathematik versus Experiment (Peter Berz)
4: Der "Flow" in der Praxis des Kunstexperiments (Tina Frank)
5: Versuchsanordnungen und Planspiele der Medienkünste (Karin Bruns)
TeilnehmerInnen:
NachwuchsforscherInnen, die zum Stichtag 15.03.2012 nicht älter als 35 Jahre sind und ein zentrales Interesse an den Kulturwissenschaften haben. Österreichische BewerberInnen oder solche, die an österreichischen Wissenschaftseinrichtungen arbeiten, werden besonders zur Antragsstellung ermutigt.
Arbeitssprache:
Die Arbeitssprache ist Deutsch. Bewerbungen aus dem nicht-deutschsprachigen Raum sind willkommen.
Auswahl der TeilnehmerInnen:
Die Verständigung über die erfolgreiche Bewerbung zur IFK_Akademie erfolgt Anfang Mai 2012. Anschließend nehmen die Mitglieder der IFK_faculty mit den StipendiatInnen Kontakt auf, um die einzelnen Beiträge für die Akademie sowie die weitere Vorgangsweise zu vereinbaren.
Stipendienumfang:
Alle ausgewählten BewerberInnen, insgesamt maximal 20 Personen, erhalten vom IFK ein Stipendium, das die Unterbringung im Einzelzimmer und die Verpflegung sowie die Bereitstellung der Arbeitsunterlagen beinhaltet. Die Reisekosten sind selbst zu tragen. Im Anschluss an die Verständigung über die erfolgreiche Bewerbung werden auch die organisatorischen Details bekannt gegeben.
Bewerbungsfrist: 15. März 2012 (Poststempel)
Fax oder E-Mail nicht zulässig.
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Weiters unter: http://www.ifk.ac.at/index.php/aktuelles/items/103.html